Umwerfer

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Umwerfer: Präzision für den perfekten Gangwechsel vorne

Während das Schaltwerk hinten für die feine Abstimmung sorgt, ist der Umwerfer für die groben Sprünge zuständig. Er führt die Kette sicher zwischen den Kettenblättern deiner Kurbel hin und her. Ob du am Rennrad den Sprint auf dem großen Blatt suchst oder am Mountainbike einen steilen Anstieg im kleinsten Gang bezwingst – ein präzise eingestellter Umwerfer ist der Schlüssel zu einer effizienten Kraftübertragung.

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Den richtigen Umwerfer finden: Darauf musst du achten

Umwerfer wirken auf den ersten Blick ähnlich, doch sie müssen exakt zu deinem Rahmen und deiner Schaltung passen. Die folgenden drei Kriterien sind entscheidend:

1. Die Befestigungsart (Mount)

Wie wird der Umwerfer am Rahmen fixiert?

  • Schelle (Clamp-on): Der Klassiker. Der Umwerfer wird mit einer Schelle um das Sitzrohr geklemmt. Achte hier auf den Rohrdurchmesser (meist 31,8 mm oder 34,9 mm).

  • Anlötmontage (Braze-on): Der Umwerfer wird direkt an einen bereits am Rahmen vorhandenen Sockel geschraubt. Standard bei vielen Rennrädern.

  • Direktmontage (Direct Mount / E-Type): Er wird direkt mit Schrauben am Rahmen oder am Tretlager fixiert. Häufig bei modernen Mountainbikes zu finden.

2. Die Zugführung (Pull)

Von wo kommt das Schaltseil an?

  • Down-Pull: Der Zug kommt von unten (am Tretlager entlang).

  • Up-Pull: Der Zug kommt von oben (am Oberrohr entlang).

  • Dual-Pull: Der Umwerfer ist flexibel und unterstützt beide Varianten.

  • Side-Swing: Die modernste Form von Shimano, bei der der Zug von vorne kommt – ideal für kurze Kettenstreben und große Reifenfreiheit.

3. Die Kapazität und Gänge

Der Umwerfer muss zwingend zu deiner restlichen Schaltung passen:

  • Schaltstufen: Ein Umwerfer für eine 2-fach Kurbel unterscheidet sich baulich von einem für eine 3-fach Kurbel.

  • System-Kompatibilität: Ein 10-fach Umwerfer hat einen anderen Käfig als ein 11-fach oder 12-fach Modell, da die Kettenbreiten variieren.


Manuell oder Elektronisch?
  • Mechanische Umwerfer: Zuverlässig, bewährt und einfach zu warten. Die Kraftübertragung erfolgt klassisch per Stahlseilzug.

  • Elektronische Umwerfer (z. B. Di2, eTap): Ein kleiner Stellmotor übernimmt den Schaltvorgang.

    • Vorteil: Millimetergenaue Justierung per Knopfdruck, kein Verschleiß von Schaltseilen und automatische Trimm-Funktionen, die lästiges Schleifen der Kette verhindern.


Profi-Tipp: Das Ende des Schleifens

Nichts nervt mehr als eine rasselnde Kette am Umwerferkäfig. Viele moderne Umwerfer verfügen über eine Trimm-Funktion. Dabei kannst du den Umwerfer mit einem "halben Schaltschritt" minimal nachjustieren, wenn du hinten die äußeren Ritzel fährst. So bleibt der Antrieb in jeder Situation flüsterleise.
 

Wann ist ein Austausch sinnvoll?

Ein Umwerfer ist sehr robust, doch wenn der Käfig verbogen ist, die Gelenke ausgeschlagen sind oder die Federkraft nachlässt, leidet die Schaltpräzision massiv. Auch bei einem Umbau der Kurbel (z. B. auf größere Kettenblätter) ist oft ein neuer Umwerfer mit passender Kapazität nötig.
 

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