Sitzdom

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Der Sitzdom (Seatmast): Integration in Perfektion

In der Welt der High-End-Bikes, in der jedes Gramm und jede aerodynamische Optimierung zählt, stellt der Sitzdom (auch Seatmast genannt) die Spitze der Rahmenkonstruktion dar. Anstatt eine klassische Sattelstütze in den Rahmen einzuführen, ist das Sitzrohr selbst bis nach oben verlängert.

Dieses System ist mehr als nur eine Halterung – es ist ein Statement für kompromisslose Performance und ein klares, minimalistisches Design.


Was genau ist ein Sitzdom?

Bei einem Rahmen mit Sitzdom wird das Sitzrohr über die Oberkante des Oberrohrs hinaus verlängert. Auf dieses verlängerte Rohr wird ein spezieller Aufsatz, der sogenannte Sitzdom-Aufsatz (oder Stubby), aufgesetzt und fixiert. Dieser Aufsatz beherbergt die Klemmung für die Sattelstreben.


Die Vorteile: Warum Profis und Ästheten darauf setzen
  • Überragende Steifigkeit: Durch den Wegfall der Überlappung von Stütze und Sitzrohr entsteht eine homogenere Struktur. Die Kraftübertragung ist direkter, was besonders im Sprint spürbar wird.

  • Geringeres Gesamtgewicht: Da auf schwere Klemmmechanismen im Inneren des Rahmens verzichtet werden kann, lässt sich das Systemgewicht oft deutlich reduzieren.

  • Optimierter Komfort (Compliance): Ein durchgehendes Carbonrohr kann gezielt so konstruiert werden, dass es vertikal leicht flext, um Vibrationen der Straße zu schlucken, ohne an Seitensteifigkeit einzubüßen.

  • Cleane Optik: Keine sichtbaren Klemmen, keine Unterbrechungen im Rahmendesign – der Sitzdom bietet die wohl eleganteste Silhouette im modernen Fahrradbau.


Wichtige Hinweise für die Montage

Ein Sitzdom ist ein hochspezialisiertes Bauteil, das Sorgfalt erfordert:

  1. "Measure twice, cut once": Bei vielen integrierten Sitzrohren muss das Carbonrohr auf die individuelle Beinlänge des Fahrers gekürzt werden. Dies erfordert Präzision und spezielles Werkzeug (Sägeführung für Carbon).

  2. Einstellbereich: Der Sitzdom-Aufsatz bietet meist einen begrenzten Verstellbereich (ca. 10 bis 25 mm) über Distanzscheiben (Spacers), um die Höhe feinjustieren zu können.

  3. Wiederverkauf: Da das Rohr gekürzt wird, sollte man beim Ablängen darauf achten, einen kleinen Puffer einzuplanen, um die Flexibilität für verschiedene Schuhe oder Pedalsysteme zu behalten.


Unser Zubehör für Sitzdom-Systeme

Wir bieten dir alles, was du für die Wartung oder das Upgrade deines Seatmast-Systems benötigst:

  • Ersatz-Aufsätze: Verschiedene Längen und Versatz-Optionen (Setback), um deine Sitzposition zu perfektionieren.

  • Spacer-Kits: Hochpräzise Unterlegscheiben zur Feinabstimmung der Sitzhöhe.

  • Carbon-Montagepaste: Unverzichtbar für die sichere Fixierung des Aufsatzes auf dem Sitzrohr.

  • Spezialwerkzeug: Sägeführungen und Carbon-Sägeblätter für die professionelle Kürzung deines Rahmens.


Ist ein Sitzdom das Richtige für dich?

Der Sitzdom ist ideal für Fahrer, die:

  • Ein Wettkampfrad ohne Kompromisse suchen.

  • Wert auf ein minimalistisches Design legen.

  • Ihr Bike bereits auf ihre finale Sitzposition optimiert haben.

 

Experten-Tipp: Wenn du planst, deinen Sitzdom zu kürzen, trage bei der Fahrt immer deine gewohnten Radschuhe und die Hose, die du am häufigsten nutzt. Schon die Dicke des Sitzpolsters kann den entscheidenden Zentimeter ausmachen!

 

Hast du Fragen zur Kompatibilität eines Aufsatzes oder benötigst du Hilfe beim fachgerechten Kürzen deines Rahmens? Unser Team berät dich gerne bei diesem hochsensiblen Thema.