Bremszug&-hülle
Bremszüge & Hüllen: Das Nervensystem deiner mechanischen Bremse
Ob V-Brake, Rennrad-Seitenzugbremse oder mechanische Scheibenbremse: Damit die Kraft deiner Finger am Bremssattel ankommt, braucht es eine perfekte Übertragung. Bremszüge und Außenhüllen bilden das Herzstück jedes mechanischen Bremssystems.
Sind die Züge alt, verrostet oder die Hüllen geknickt, nützt auch die beste Bremse nichts. Ein Upgrade auf hochwertige, leichtgängige Züge ist oft die günstigste Methode, um deinem Bike ein völlig neues, sicheres Bremsgefühl zu verleihen.
Warum Qualität bei Zügen den Unterschied macht
Ein Bremssystem ist nur so gut wie seine schwächste Stelle. Hochwertige Komponenten bieten entscheidende Vorteile:
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Geringe Reibung: Moderne Züge sind oft geschliffen (polished) oder mit Teflon (PTFE) beschichtet. Das sorgt für butterweiche Hebelbedienung und eine feine Dosierbarkeit.
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Druckstabile Außenhüllen: Eine gute Hülle darf sich beim Bremsen nicht komprimieren lassen. Nur so bleibt der Druckpunkt am Hebel knackig und direkt.
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Langlebigkeit: Edelstahlzüge (Stainless Steel) sind absolut rostfrei und halten auch bei Fahrten im Regen oder Matsch über lange Zeit ihre Performance.
Die Komponenten im Überblick
1. Der Bremszug (Innenzug)
Achte auf den passenden Nippel für deinen Bremshebel:
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Birnennippel: Der Standard für Rennrad-Bremshebel.
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Tonnennippel: Der Standard für Mountainbike-, Trekking- und City-Bremshebel (V-Brake/Flatbar).
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Tipp: Wir führen auch Doppel-End-Züge, bei denen du den nicht benötigten Nippel einfach abschneidest.
Bremsaußenhüllen haben im Inneren eine spiralförmige Wicklung. Diese ist extrem druckstabil – im Gegensatz zu Schalthüllen, die längs verlaufende Drähte haben.
Wichtig: Verwende niemals Schalthüllen für deine Bremsen! Diese können unter der hohen Last einer Vollbremsung platzen.
3. Endkappen & Zughülsen
Kleine Teile, große Wirkung: Endkappen verhindern das Ausfransen der Hüllen und schützen das System vor dem Eindringen von Wasser und Schmutz.
Wann solltest du die Züge wechseln?
Wir empfehlen einen Austausch, wenn:
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Der Hebel nur noch schwerfällig in die Ausgangsposition zurückkehrt.
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Die Bremsleistung schwammig wirkt oder "nachfedert".
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Der Innenzug sichtbare Beschädigungen, Knicke oder Rostansätze zeigt.
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Die Außenhülle spröde ist oder Risse in der Kunststoffbeschichtung aufweist.
Profi-Tipp für die Montage
Verwende beim Kürzen der Außenhüllen immer eine spezielle Bowdenzugzange. Ein normaler Seitenschneider quetscht die Hülle meist zusammen, was die Reibung erhöht und den Innenzug blockieren kann. Nach dem Schnitt empfiehlt es sich, die Öffnung der Hülle mit einem spitzen Gegenstand (z. B. einer Ahle) wieder sauber aufzuweiten.
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