Bremsbelag
Bremsbeläge: Dein Grip-Faktor für sicheres Verzögern
Sie sind das wichtigste Verschleißteil an deinem Bike: Bremsbeläge. Als direktes Bindeglied zwischen deiner Bremsanlage und der Scheibe oder Felge entscheiden sie darüber, wie schnell und kontrolliert du zum Stehen kommst.
Ein rechtzeitiger Wechsel sorgt nicht nur für deine Sicherheit, sondern schont auch die teuren Komponenten wie Bremsscheiben oder Laufradfelgen.
Scheibenbremsbeläge: Organisch oder Gesintert?
Bei modernen Disc-Brakes hast du meist die Wahl zwischen zwei verschiedenen Mischungen. Welche die richtige für dich ist, hängt von deinem Fahrstil ab:
1. Organische Beläge (Resin)Bestehen aus Fasern und Kunstharzen.
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Vorteile: Sie greifen sofort (kurze Einbremszeit), sind extrem leise und neigen kaum zum Quietschen. Zudem isolieren sie die Hitze gut, was den Bremssattel schont.
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Ideal für: Cross-Country, Rennrad, City und Touren bei meist trockenem Wetter.
Bestehen aus gepressten Metallpartikeln.
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Vorteile: Enorm hitzebeständig und extrem langlebig. Auch bei Nässe und Schlamm bieten sie eine konstante Bremsleistung.
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Ideal für: Enduro, Downhill, schwere E-Bikes und lange Alpenabfahrten.
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Hinweis: Diese Beläge können bei Nässe eher quietschen und benötigen Bremsscheiben, die für "Metal Pads" freigegeben sind.
Felgenbremsbeläge: Der Klassiker für V-Brake & Co.
Bei Felgenbremsen ist die Gummimischung entscheidend für die Bremsleistung und den Verschleiß der Felge:
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Standard-Schwarz: Der Allrounder für trockene Bedingungen und Aluminiumfelgen.
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Dual-Compound (Zweifarbig): Kombiniert eine weiche Mischung für guten Grip bei Nässe mit einer härteren für weniger Verschleiß.
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Spezialbeläge für Carbon: Wenn du Carbonlaufräder fährst, musst du zwingend spezielle Beläge verwenden, um die Felge vor Überhitzung und Zerstörung zu schützen.
Wann ist es Zeit für einen Wechsel?
Warte nicht, bis Metall auf Metall reibt! Prüfe deine Beläge regelmäßig:
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Scheibenbremse: Sobald die Belagschicht (ohne Trägerplatte) weniger als 1 mm dick ist, sollte getauscht werden.
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Felgenbremse: Die meisten Beläge haben Einkerbungen (Rillen). Wenn diese nicht mehr sichtbar sind, ist der Belag "unten".
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Anzeichen: Nachlassende Bremskraft, schleifende Geräusche oder ein "rubbelndes" Gefühl beim Bremsen.
Unser Experten-Tipp: Das Einbremsen
Damit deine neuen Beläge ihre volle Kraft entfalten und nicht verglasen, müssen sie eingebremst werden. Beschleunige dein Rad auf ca. 25 km/h und bremse es ca. 20–30 Mal kraftvoll bis zum Fast-Stillstand ab. Dadurch passt sich die Oberfläche des Belags perfekt an die Scheibe an.
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