Ständer

 


Fahrradständer: Sicherer Stand für dein Bike

Nichts ist ärgerlicher als ein umkippendes Fahrrad. Ob beim schnellen Stopp vor dem Bäcker, beim Beladen mit schweren Einkäufen oder beim Abstellen in der Garage – ein stabiler Fahrradständer ist ein unverzichtbares Zubehör für den Alltag.

Doch welcher Ständer passt zu deinem Rad? Die Wahl hängt vor allem von der Rahmengeometrie, dem Gewicht deines Bikes und dem Einsatzzweck ab. Entdecke unsere Auswahl für maximale Standfestigkeit.


Die verschiedenen Ständer-Typen im Überblick

1. Hinterbauständer: Der sportliche Allrounder

Dieser Ständer wird am hinteren Teil des Rahmens (an der Kettenstrebe) montiert.

  • Vorteile: Er bietet eine sehr hohe Standstabilität, da der Schwerpunkt des Rades gut abgefangen wird. Das Rad kann nicht so leicht über das Vorderrad wegrollen.

  • Besonderheit: Viele moderne Rahmen haben bereits eine integrierte KSA-Aufnahme (Lochabstand 18 mm oder 40 mm), an der der Ständer direkt verschraubt wird.

  • Ideal für: Mountainbikes, Trekkingräder und E-Bikes.

2. Mittelbauständer: Der Klassiker

Die Montage erfolgt direkt hinter dem Tretlager an der sogenannten Ständerplatte.

  • Vorteile: Er ist unauffällig und zentral positioniert. Die Optik des Rades bleibt clean.

  • Besonderheit: Er eignet sich perfekt für leichtere City-Bikes und Kinderräder, die über eine entsprechende Aufnahmeplatte verfügen.

  • Ideal für: City-Bikes, Urban-Bikes und klassische Tiefeinsteiger.

3. Zweibeinständer: Maximale Lasten-Sicherheit

Wie der Name sagt, hat dieser Ständer zwei Beine und bockt das Fahrrad ähnlich wie ein Motorrad auf.

  • Vorteile: Das Rad steht absolut senkrecht und kann nicht zur Seite kippen. Das Vorderrad wird meist leicht angehoben.

  • Besonderheit: Unverzichtbar, wenn du einen Kindersitz oder schwere Packtaschen nutzt, da das Rad beim Beladen stabil stehen bleibt.

  • Ideal für: Lastenräder (Cargo-Bikes), Elternräder mit Kindersitz und Reiseräder.

4. Universalständer: Die flexible Lösung

Dein Fahrrad hat keine speziellen Bohrungen oder eine ungewöhnliche Rahmenform?

  • Vorteile: Diese Modelle lassen sich per Klemmmechanismus an fast jedem Rohr befestigen.

  • Besonderheit: Sie sind oft in der Länge verstellbar, sodass sie für verschiedene Radgrößen (von 24 bis 29 Zoll) passen.

  • Ideal für: Oldtimer, Mountainbikes ohne Montagepunkte und Individualaufbauten.


Worauf du beim Kauf achten solltest
  • Gewichtsklasse (E-Bikes): E-Bikes wiegen deutlich mehr als herkömmliche Räder. Achte unbedingt darauf, dass der Ständer für das höhere Gewicht (oft bis 35 kg oder mehr) freigegeben ist.

  • Reifengröße: Die meisten Ständer sind verstellbar. Prüfe dennoch, ob das Modell für deine Laufradgröße (z. B. 28 oder 29 Zoll) geeignet ist, damit das Rad im richtigen Winkel steht.

  • Bodenkontakt: Ein breiter Gummifuß verhindert das Einsinken auf weichem Untergrund (Wiese oder Schotter).


Profi-Tipp: Lenkungsdämpfer bei Zweibeinständern

Wenn du einen Zweibeinständer nutzt, schlägt das Vorderrad im Stand oft zur Seite um. Ein kleiner Lenkungsdämpfer (eine Feder zwischen Rahmen und Gabel) hält den Lenker in der Spur und sorgt für noch mehr Standfestigkeit beim Beladen.