Cross-/Gravelreifen
Cross & Gravel: Die Freiheit zwischen Asphalt und Offroad
Du willst dich nicht entscheiden? Musst du auch nicht. Cross- und Gravelreifen sind die ultimativen Grenzgänger der Fahrradwelt. Sie verwandeln dein Bike in eine Allzweckwaffe, die auf der Straße schnell rollt und im Gelände den nötigen Biss beweist.
Ob für das schnelle Feierabend-Rennen im Matsch oder das nächste Bikepacking-Abenteuer – der richtige Reifen macht den Unterschied.
Cyclocross vs. Gravel: Wo liegt der Unterschied?
Obwohl sich die Reifen optisch ähneln, sind sie für unterschiedliche Einsatzzwecke optimiert:
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Cyclocross (CX): Hier zählt maximale Performance auf Zeit. Die Reifen sind meist schmaler (UCI-Limit: 33 mm) und besitzen ein aggressives Profil, um sich in tiefen Schlamm oder Wiesenböden zu verbeißen. Ideal für kurze, intensive Sprints und technisches Gelände.
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Gravel: Hier steht die Vielseitigkeit im Vordergrund. Gravelreifen sind breiter (meist 38 mm bis 50 mm), bieten mehr Volumen für Komfort auf langen Strecken und verfügen über einen verstärkten Pannenschutz gegen spitze Steine und Dornen.
Das Profil: Für jeden Untergrund das passende Muster
Die Wahl des Profils hängt davon ab, wo du die meiste Zeit verbringst:
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Slick / Semi-Slick: Fast glatte Lauffläche in der Mitte für minimalen Rollwiderstand auf Asphalt, kombiniert mit leichten Seitenstollen für Sicherheit in Schotterkurven.
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Allround-Profil: Kleine, eng stehende Noppen ("Small Block"), die auf festem Waldboden, Schotter und Straße gleichermaßen gut funktionieren.
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Mud-Profil: Weit auseinanderstehende, hohe Stollen, die sich im Schlamm festkrallen und eine hohe Selbstreinigung besitzen – das klassische Cross-Profil.
Warum Tubeless im Gelände der Standard ist
Gerade bei Cross- und Gravel-Einsätzen bietet das Tubeless-System (schlauchloses Fahren) enorme Vorteile:
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Weniger Durchschläge: Da kein Schlauch vorhanden ist, gibt es keinen "Snakebite", wenn du über eine harte Kante fährst.
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Mehr Grip: Du kannst mit deutlich geringerem Luftdruck fahren. Das vergrößert die Auflagefläche und lässt den Reifen Hindernisse einfach "schlucken".
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Selbstheilung: Die Dichtmilch im Inneren verschließt kleine Löcher sofort während der Fahrt.
Unsere Checkliste für deinen Kauf
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Rahmenfreiheit: Prüfe vor dem Kauf, wie breit die Reifen maximal sein dürfen, damit sie nicht am Rahmen schleifen (besonders bei Matschfahrten!).
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Untergrund-Check: Überwiegt bei dir der Asphalt-Anteil (Semi-Slick) oder suchst du das Abenteuer im tiefen Wald (Stollenprofil)?
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Laufradgröße: Achte darauf, ob du klassische 28 Zoll (700c) oder die kleineren, wendigeren 650b Laufräder fährst.
Experten-Tipp: "Volume is Speed." Auf unebenem Untergrund ist ein breiterer Reifen mit weniger Druck oft schneller als ein schmaler, hart aufgepumpter Reifen, da er weniger Vibrationen an den Körper weitergibt und nicht an jedem Kieselstein abprallt.




